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Beiträge: 539

21.09.2010 22:58
Methanol Umrüstung Antworten

Da immer wieder Fragen dazu kommen, möchte ich hiermit mal niederschreiben was ich dazu sagen kann:

Der Brennwert ist sehr schlecht , der Verbrauch ist gut das Doppelte, kann also ein Problem bei der Reichweite werden, Abhilfe größerer Tank (mehr Gewicht)
Damit genug Sprit in den Motor kommt, braucht es eine richtige Tankentlüftung (sollte schon ein 6 mm Loch haben), oftmals wurde der Tank früher über einen kleinen Trichter zwangsbelüftet
Benzinhahn oder besser 2 Hähne sollten auch 6 mm Durchlassquerschnitt haben. Schwimmernadelventildurchgangsloch muß auch groß genug sein. Doppelschwimmerkammer oder große SU-Kammer vom Auto
Die Nadeldüse muß meist vergrößert werden und die Nadel dünner geschliffen, Hauptdüsen werden schnell mal doppelt so groß wenn man in mm mißt. Die Zuflußbohrungen zur Hauptdüse müssen auch groß genug sein, das ganze System Tank bis Nadeldüsenaustritt muß immer genug Sprit bereitstellen können.Allerdings ist die Abstimmung etwas einfacher, der Motor wird bei Überfettung nicht gleich träge

Durch die starke Innenkühlung kommt es zu einer Füllungsverbesserung, eine richtige Leistungssteigerung kommt erst bei erhöhter Verdichtung, aber die höheren Drücke belasten natürlich die Triebwerksteile... und bei richtig hoher Verdichtung gibt es bei Spritmangel dann ruckzuck ein Loch im Kolben

Methanol mischt sich nicht mit Mineralölen, deshalb müssen Rizinusöle verwendet werden wie Castrol R 40, Castrol M oder Morris MLR 40 (gibt es auch als MLR 30 und MLR 50) Das Morrisöl ist umweltfreundlich Datenblatt und mir mittlerweile nicht nur preislich lieber als das Castrol.

Das Zeug ist stark wasserziehend, und bildet dann eine gelleearige Masse. Also am Besten nach Rennende Sprit ablassen. Vergaserinnereien spritze ich mit WD 40 ein.

Es greift den Lack an.

Nach Methanolbetrieb mit einem galvanisch beschichteten Zündappstahltank (die im Benzinbetrieb über Jahrzehnte rostfrei bleiben)kam es vermutlich durch angezogene Feuchtigkeit zur teilweisen Rostansätzen. Weil die Düsen so riesig sind ist ein kleines Schmutzteilchen aber nicht gleich ein Problem für die Hauptdüse.



Hier ein paar wichtige Infos zum Methanol (siehe auch www.bahnsporttechnik.de) :
Methanol



Als Kraftstoff für Bahnmotorräder wird reines Methanol verwendet.Beim Methanol handelt es sich,wie bei allen Kraftstoffen,um eine Kohlenwasserstoffverbindung mit der Chemischen Formel CH3OH .Dieser Methylalkohol ist hochgradig giftig und führt beim Menschen schon nach Einnahme kleinster Mengen zur Erblindung.

Vorteile von Methanol als Kraftstoff:
Methanol hat eine sehr saubere Verbrennung und gibt daher keinerlei schädliche Stoffe an die Umwelt ab.Ein weiterer Vorteil ist die sehr hohe Klopffestigkeit von 160 ROZ (Superbenzin 95 ROZ),welche eine viel höhere Verdichtung der Motoren erlaubt. Da Methanol bereits sehr viel Sauerstoff in seinen Molekülen enthält,kann man Alkohol-Luftgemische sehr stark anreichern ,das heißt, es braucht nur sehr wenig Verbrennungsluft zugeführt werden. Der Luftbedarf bei der Verbrennung von 1kg Methanol beträgt lediglich 6,4 kg, während man für die Verbrennung von 1kg Benzin immerhin 14,7 kg Luft benötigt. Durch die hohe Verdampfungswärme entsteht eine starke Innenkühlung des Zylinders, weshalb die Kühlrippen bei Alkoholmotoren wesentlich kleiner ausfallen können und dadurch Gewicht eingespart werden kann.
Nachteile des Methanols:
Neben der Giftigkeit, hat Methanol die Eigenschaft Kondenswasser aus der Luft aufzunehmen und darf deshalb nur in geschlossenen Behältern gelagert werden. Auch ist der Kraftstoffverbrauch wegen des geringen Heizwertes (Energiegehalts) des Methanols von 4700 kcal/kg etwa doppelt so hoch wie der von Benzin (9800 kcal/kg).Methanol brennt mit unsichtbarer Flamme, was in der US-CART- Serie, wo ebenfalls mit Methanol gefahren wird, bisweilen zu irritationen führt wenn sich beim Tanken verschütteter Kraftstoff an der heißen Auspuffanlage entzündet.

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